Was uns so blüht

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1. Januar – erstes Gänseblümchen.
Was halt so blüht im Januar.

2014 – Die Reise beginnt im Kopf

Traditionell ist bei uns der letzte Spaziergang des Jahres am Korber Kopf. Dort landeten wir vor einigen Jahren zufällig an Silvester und seitdem ist das der passende Jahresausklangs-Spaziergang. Dieses Jahr natürlich ein Spaziergang durch die Weinberge mit schönstem Wetter und schönsten Ausblicken.

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Hier sind seit einigen Jahren jährlich wechselnde Skulpturen zu sehen, die Köpfe am Korber Kopf oder „Korber Kopfer Köpf“, wie es der Klabauter nennt. Kuratiert von Guido Messer sind hier spannende Köpfe zu sehen.

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Jede Menge Köpfe, mal mehr mal weniger abstrakt. Zum Teil von namhaften Künstlern aber auch einige von Schulklassen oder von der Initiative Arbeitskreis Kunst und Kultur. Bei manchen fragt man sich auch, wo ist hier der Kopf?
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Der Titel verrät es: „Die Reise beginnt im Kopf“.
Und dies ist doch ein schönes Motto für das kommende Jahr.

Ich wünsche eine angenehme Reise ins Neue Jahr – mit Köpfchen.

Mit der Klasse 9 c und d des Schulzentrums Rudersberg wünschen wir immer Kopf Hoch!
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Gehen Sie nicht kopflos ins Neue Jahr.

Bleiben Sie nicht einseitig in Ihren Sichtweisen,

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und sehen Sie die Dinge ruhig mal von einem anderen Standpunkt.
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Behalten Sie immer ein Lächeln im Gesicht
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Und machen Sie aus allem etwas!
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Oh je, Du liebe Weihnachtszeit 24

in dieser nacht
erheben die uhren sich
gegen die zeit,
bleibt stehen
das große rad,
wird gott erkennbar
in der liebe der menschen,
kommt nahe sich
alles verlorene.
siehe:
die liebe
kommt zurück
und will bleiben.

friedrich rohde

Du liebe Zeit 24

Geh langsam
Weihnachten entgegen
dem Kind
dem Stern
dort weile lange
weile gern
und dann nimm
Kind und Stern
auf deine Reise mit
ins Neue Jahr
auf deinen Wegen
Schritt für Schritt

Eva-Maria Leiber

Ich wünsche allen ein zeitloses, friedliches Fest!
und bedanke mich für all die Kommentare, Gedanken und Begleitungen
Tine

Oh je, Du liebe Weihnachtszeit 23

Morgen, Kinder, wirds was geben
morgen werden wir uns freun!
Welch ein Jubel, welch ein Leben
wird in unsrem Hause sein!
Einmal werden wir noch wach,
heißa, dann ist Weihnachtstag!

Du liebe Zeit 23

morgen wird’s was

morgen endlich
morgen
gibt’s was
unterm Baum und
auf die Ohren
Jingle Bells und Stille Nacht

morgen endlich
morgen
wird’s was
mit dem Vorsatz
mit den Plänen
neues Jahr und neues Glück

morgen endlich
morgen
sag ich
immer wieder
und verschiebe
aber jetzt zum letzten Mal

Uta

Oh je, Du liebe Weihnachtszeit 22

Ein Computer ist eine Zeitsparmaschine, die ganz viel Zeit kostet
Geissler

Du liebe Zeit 22

Früher lebten die Menschen im Rhythmus der Natur. sie waren eingebunden in diese Rhythmen, man konnte sich denen auch nicht entziehen. Heute ist es leichter, beispielsweise über Weihnachten in die Karibik zu fliegen oder die Nacht zum Tage zu machen.

Später lebte man im „Maschinentakt“, im Takt der Stechuhr und der Bahnhofsuhr. Sehr mechanisch und immer gleich.

Davon sind wir heute teilweise wieder befreit, wir haben eine größere Flexibilität in der Zeiteinteilung. Aber auch diese Flexibilität kostet wieder Zeit. Wir können rund um die Uhr einkaufen aber irgendjemand muss arbeiten um uns all diese Dinge zu verkaufen und wir müssen auswählen, wo wir hingehen, bzw. im Netz lange recherchieren. Wir müssen die vielen Fernsehprogramme auswählen, selbst die Müllabfuhr kommt nicht mehr nur an einem Termin, wir müssen einen Müllkalender konsultieren. Um Zeit zu sparen, müssen wir uns mit der Zeit beschäftigen.

Da ist es doch beruhigend, dass auch wir noch in größere Rhythmen eingebunden sind. Mich erfüllt es immer wieder mit Ehrfurcht, wenn ich überlege, dass wir seit bald 2000 Jahren Weihnachten feiern, jedes Jahr aufs Neue. Uralt und immer, immer wieder neu.

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“Bei einem Weihnachtsgottesdienst, den ich vor ein paar Jahren hielt, hörte ich einen Jungen seufzen: „O Mann, die Geschichte kenn ich schon!“ Ich habe gelacht und gesagt: „Weißt du, du wirst sie jedes Jahr wieder hören am Heiligen Abend in der Kirche. Aber du wirst sie anders hören, weil du dich veränderst.“ So ist das mit Weihnachten: Jedes Jahr hören wir die Nachricht von Gottes Kommen auf die Erde wieder anders (…): weil wir uns verändern, unser Leben, weil die Welt anders wird.”

Margot Käßmann.

Oh je, Du liebe Weihnachtszeit 21

Eine stillstehende Uhr hat doch täglich zweimal richtig gezeigt und darf nach Jahren auf eine lange Reihe von Erfolgen zurückblicken.

Marie von Ebner-Eschenbach

Du liebe Zeit 21

Karlheinz Geißler erzählt eine Geschichte von einem „vom Manchestergeist geprägten Engländer”, der sich nach Dublin begab und dort am Bahnhof 4 verschiedene Uhren mit verschiedenen Zeiten sieht. Er fragt den Stationsvorstehen: „Sagen Sie mal, was für einen Sinn haben denn vier Uhren, wenn sie alle eine unterschiedliche Zeit anzeigen?“ Darauf der Stationsvorstehen: „Sagen Sie mal, was für einen Sinn haben denn vier Uhren, wenn sie alle die gleiche Zeit anzeigen?“

“In diesem Moment wusste der englische Geschäftsmann, dass er nicht nur an einem anderen Ort sondern auch in einer anderen Zeit angekommen war.”

***

In diesem Sinne wünsche ich die restlichen Tage bis Weihnachten eine andere Zeit, eine besondere Zeit.

Oh je, Du liebe Weihnachtszeit 20

Wohlstand ist, wenn die Menschen mehr Uhren haben als Zeit.
unbekannt

Du liebe Zeit 20

Normalerweise beginne ich mich einem Thema über die Sprache zu nähern. Diesmal musste das ein wenig warten, aber ein Blick darauf schadet nie.

Die sprachliche Wurzel der Zeit ist das zerteilen. Zeit ist also etwas teilendes, obwohl das Wort aus Zeiten stammt, in denen die Zeit eben noch nicht so „zerhackt“ wurde.

Ein spannendes Wort ist die Gegenwart, vom althochdeutschen Adjektiv geginwart. Gegenwärtig ist zuerst räumlich gemeint, es bedeutete ursprünglich einander gegenüber. Das räumliche Anwesend-Sein hat also etwas mit dem zeitlichen Jetzt-Stattfinden zu tun:

„Beide zusammen ergeben den vollen Sinn von Gegenwart: Jetzt ereignet sich etwas. Aber nur, wenn es nicht ganz woanders passiert, sondern hier, bei mir oder bei uns, wird es als gegenwärtig erlebt. Zu jedem gelebten und erlebten Jetzt gehört ein Gegenüber. Hier, jetzt – jetzt und hier!’“
BR-Online College Radio

Wenn man sich anschaut, wie wir über die Zeit reden, merkt man, dass die Zeit – oder die Zeiten für uns kaum fassbar sind. Ist die Zeit ein Instrument, dessen Umgang wir einfach lernen müssen?
Zeit nutzen, Zeit sparen, Zeit einteilen

Oder ist die Zeit eine Kraft, die für sich wirkt?
Die Zeit rennt, die Zeit steht still, die Zeit läuft aus

Ein beeindruckendes Bild ist die Zeit aus den Fugen. Oder auch aus der Zeit fallen. Hier wird nun die Zeit tatsächlich nicht mehr greifbar.

Man sieht also, wie schwer wir uns schon sprachlich damit tun. Sie ist nicht sichtbar und doch ist sie da. Man sieht sie nicht verrinnen, man kann nur dem Ticken der Uhr lauschen, den rieselnden Sand in der Sanduhr anschauen, die Zeiger der Uhr beobachten.

Und doch bin ich überzeugt, die Weihnachtszeit, das ist nicht die Zeit, die wir wie ein Instrument gebrauchen, das ist eine Kraft, die in uns wirkt.

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Theo Windges stellt die Zeit bildlich dar.

Schöne Uhren:

Die Armbanduhr “Ich habe Zeit”

Shadow Clock

Eine etwas andere Kuckucksuhr

eine selbstgemachte Uhr

Whatever – I’m late

I’m running