Frau Creezy fragt nach Gegenständen, die an die Kindheit erinnern und macht daraus ein Stöckchen.
Kindheitsgegenstände habe ich sehr wenige. Kuscheltiere und Puppen sind alle schon fort, alle meine Kuscheltiere im Schlafzimmer sind ganz neu, das heißt, die sind mir erst als Erwachsene zugelaufen. Ob ich ein Kinderbesteck hatte, weiß ich gar nicht. Das liebste und schönste sind mir natürlich immer Bücher gewesen. Die meisten sind irgendwie bei meinen Neffen verschwunden. (immer schön beim Vorlesen: „das Buch ist von meiner Mama“ – „Gar nicht wahr, das ist eigentlich meins. Aber schön, dass es Euch gefällt“)
Mein absolutes Lieblingsbuch, als ich ganz klein war: Der glückliche Löwe:

Heute gibt es vielleicht schönere, interessanter gezeichnete und die Frage ob ein Löwe im Zoo wirklich so glücklich ist, wurde damals auch nicht gestellt – aber das war einfach mein absoluter Favorit. Und wenn ich in die Zeichnungen hineinschaue, sind sie so wunderschön altmodisch. 3 Bände hatte ich. Die meisten sind irgendwo mit Tesafilm geklebt, sie wurden heiß und innig geliebt.

Zwei weitere Bücher aus späteren Jahren habe ich behalten oder wieder ausgegraben: Der Rulaman, die schwäbische Eiszeitsaga und König Hänschen.


„Auf der Schwäbische Alb hat man drei Bücher, die Bibel, das Sparbuch und den Rulaman“, so heißt es.
Und König Hänschen – ich glaube, das lese ich gleich mal wieder…
Fortsetzung folgt irgendwann…
Kategorien: erinnertes
Was fällt Ihnen zur Montan-Union ein? Klar, Kohle, Bergbau. Richtig, Bergbau. Aber nicht so wie Sie jetzt denken. Nein, Weinbau im Steilhang. Ist schließlich auch Bergbau.
Die Montan-Union ist eine Vereinigung von Winzern, deren Weine in Steillagen, also in Terrassen-Weinbergen wachsen und die, bedingt durch diese Lage nur in aufwendiger Handarbeit geerntet werden können.
Eigentlich eine tolle Sache, auch wenn mir der Name und die Seite nicht so ganz eingängig sind. (und das Ganze ein Lehrstück des Marketings ist, weshalb man besser nicht selbst textet und vorher die Assoziationen abprüft…) Aber das Ruhrgebiet wird wahrscheinlich auch keine Zielgruppe sein. Die Slogans sind auf jeden Fall schon mal klasse. Die bieten sozusagen echte „Steilvorlagen“:
Montan-Union – nichts für Weicheier.
Ein Steillagenwinzer muss tun, was ein Steillagenwinzer tun muss.
Beyond the clouds – Wein wie Berge
Oben wird die Luft immer dünner – Montan-Union
Ich frag mich natürlich dabei, muss ich jetzt Glückauf beim Weintrinken sagen oder Glückab, weil er doch durch die Kehle hinabrinnt?

Genug gespottet, die Idee selbst ist gut und der Wein vom Weingut Kusterer ist super. Außerdem organisiert das gleiche Weingut noch eine weitere gute Aktion: den Martiniwein. Martiniwein war ja traditionell der Tag an dem der Zehnte abgegeben werden musste, natürlich auch vom Wein. Gleichzeitig wurde in Esslingen vom Spyerer Domkapitel an die Notdürftigen Wein ausgeschenkt. Heute bietet das Weingut Kusterer jedes Jahr einen Martiniwein an, dessen Erlös auch wieder den Notdürftigen zugute kommt. Eine feine Sache.
Und wenn wir schon beim Wein sind, hier gibt es noch wunderschöne Dinge rund um den Wein zu kaufen. Prost!
Kategorien: fundstücke
Mit Tag(s) versehen: wein
Heute nur eine kurze Empfehlung für ein sehr nettes Blog, das ich irgendwie schon ewig lese, ich weiss schon gar nicht mehr, woher ich es kenne.
@LLes wird gut
Und im Grunde sagt es Lydia selbst am besten:
Warum es dieses Logbuch gibt: Spaß am Basteln auf Buchstabisch
und auf Bildisch
Dieses Logbuch beinhaltet: Querbunte Notizen in Wort und in Bild. Pixel sagen oft mehr. Meine Bilder knipse ich mit den Augen, die Kamerabilder sind nur Kopien.
Ich mag ihre Art zu schreiben und dass man dem Blog ansieht, dass hier jemand das Bloggen nicht zu verbissen sieht sondern einfach Spaß am Spielen hat. Und am Texten.
Fazit: klein aber fein ist Klischee. stimmt aber trotzdem.
* Follow Friday heißt bei Twitter die schöne Gewohnheit, immer Freitags einige Tweets vorzustellen. Das gleiche gibt es auch für Blogs und ich nutze die Gelegenheit, immer wieder mal ein schönes und lesenswertes Blog vorzustellen.
Kategorien: Follow Friday
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Halloween die Nacht der Geister. Wir wurden an diesem Wochenende eher von den Shopping-Geistern geneckt. Selten hat Einkaufen so viel Spaß gemacht.

Weihnachtspuschel aus dem Dekoparadies. Überhaupt klingt Kerstverlichting viel besser wie Weihnachtsbeleuchtung.
Und was früher ein Schauwerbegestalter war heisst heute: Gestalter für visuelles Marketing. Ja, klar, das war zu erwarten.
Was ich alles kaufen kann:


Kraut der Unsterblichkeit. Gedächtniskraut. Kraut zum Reich und Berühmt werden war wohl gerade ausverkauft…


Und Käse aus Füssen kann man auch so und so verstehen. Schließlich ist die korrekte Rechtschreibung heute nicht mehr obligatorisch.
Ob Supermarkt oder beim

Futterhäuschen der Bäuerin, überall gab es was zu entdecken. Sehr beeindruckt hat uns im Supermarkt: Dr. Wackelzahn von Play-Doh. Die Elfenprinzessin mit dem Einhornbaby war leider schon weg…
Und selbst der obligatorische Museumsbesuch, diesmal das Red Dot Design Museum führte nur zu schönen Ausrufen (Schau mal! in dem Kühlschrank ist ein Bad eingebaut) und weiteren Shoppingfragen:
Wozu ist die Chill Zone beim Kühlschrank? Was ist eine Mikrowelle mit Healthy Grill-Taste? Und was will uns die European Cook Taste sagen???
überhaupt Mikrowellen:
„Alle Modelle der Serie R-667A sind mit den neuen Betriebsarten „Vegetarisch“ und „Fettarm“ zudem die idealen Begleiter für Fans der modernen und gesundheitsbewussten Küche.“
Sehr rätselhaft das alles, sehr spannend…
Kategorien: shopping
heute mal ganz geisterhaft:
Geisterstunde
Zwei Geister
wollten gespenstern gehen
um Mitternacht.
Da trafen sie,
wer hätte das gedacht,
einen beim In-die-Ferne-Sehn.
Der saß vor einer Kiste
mit Fenster.
Siehste, sprach da
der eine Geist,
die haben jetzt
selber Gespenster.
Kurt Wölfflin
Und einen wiedergefundenen Link, auch über Gespenster – über Computergeister:
Kategorien: bibliothek
Ich habe ja eine Gedichtsammlung, in die ich alle möglichen Gedichte sammle, die mir online und offline über den Weg kommen. („Ach, Sie haben eine Gedichtsammlung?“, werden Sie sich jetzt fragen, „da wären wir ja niiiieeee draufgekommen.“. Anyway.)
Und immer öfter stelle ich fest, dass ich über Gedichte von Brigitte Fuchs stolpere. Weil mir immer mehr ihrer Gedichte gut gefallen. Immer wieder und immer öfter. Und genauso gerne lese ich in ihrem Blog: quersatzein. Ich mag die Gedichtfragmente, die Mischung aus Bild und Wort und vor allem die Sprachspielereien. Wunderschön, wie die Fäden in den Kommentaren weitergesponnen werden.
Fazit: Lesenwert und Mitspielenswert.
* Follow Friday heißt bei Twitter die schöne Gewohnheit, immer Freitags einige Tweets vorzustellen. Das gleiche gibt es auch für Blogs und ich nutze die Gelegenheit, immer wieder mal ein schönes und lesenswertes Blog vorzustellen.
Kategorien: Follow Friday · fundstücke
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Gerade entdeckt und für wunderbar befunden:
Fragen an die moderne Zeit - eine anscheinend unerschöpfliche Serie von Sabbeljan.
Es ist eine wahre Fundgrube für Wörter:
Ist es in Reihenhaussiedlungen buchsbäumchenstill?
Ist ein Contradukt das Gegenteil von einem Produkt?
Aber auch Fragen an das Leben werden gestellt:
Wenn der Computer runter fährt, wo fährt er eigentlich hin?
Haben Süßigkeiten eigentlich Konfektionsgrößen?
Wieso ist der Wahnsinn heller und nicht dunkler?
Auch die Antworten und vor allem die Gegenfragen sind sehr großartig.
Lesen, stöbern, antworten!
Kategorien: fundstücke
Von der netten Buchhändlerin in der echten Buchhandlung empfohlen, ganz ohne Buchattrappe:
Das grüne Seidentuch. Eine Schweizer Familiensaga,
von Marcella Maier
Marcella Maier schrieb die Lebensgeschichte ihrer Ahninnen im Bergell und Engadin auf – 4 Generationen von Frauen, von 1797 – 1975. Das Buch beeindruckt durch eine schlichte, klaglose Sprache. Das Leben der Frauen ist hart, größtenteils mussten sie ihre Familien alleine durchbringen. Man bekommt auch einiges mit über die Veränderungen im Engadin durch das Aufkommen des Tourismus. Er führt zu neuen Erwerbsmöglichkeiten, aber befremdlich ist es doch, dass auf einmal Fremde kommen, die einfach – nichts tun. Wo man doch selbst Tag und Nacht schuften muss, um irgendwie über die Runden zu kommen. Auch das Thema der Berufstätigkeit der Frau wird dabei angeschnitten. Darf eine junge Frau unter Männern im Tourismus-Verein arbeiten? Welche Möglichkeiten, Geld zu verdienen gibt es für Frauen ohne Berufsausbildung.
Ich habe es gerne gelesen, es hat mich auch an Bücher von Walther Kauer erinnert.
Kategorien: Bücher
Mit Tag(s) versehen: buchtipp
Diesen Morgen zur Tüte falten
Auf den Kopf setzen die Tüte
und damit Straßenbahn fahren
aus dem Fenster der Straßenbahn
schauen im Schutz des gefalteten Morgens
Ausgestiegen die Tüte absetzen
blank dem Mittag entgegenschreiten
in der Jackentasche den
sorgsam zusammengefalteten Morgen
Jörg Neugebauer,
Die langen Ruder. Gedichte
Kategorien: bibliothek
du schäkerst mit deiner uhr
rätst
und daneben
immer hält sie es weniger eilig als du
gestrenge lehrerin unerreichter geduld
Erwin Jäckle, Schweizer Journalist, Schriftsteller und Politiker
zeit
Kategorien: bibliothek
Mit Tag(s) versehen: uhr, zeit