Stylingtipp Nr. 17

Beutelsbacher Weinberg

Immer den Wein passend zum Sonnenuntergang auswählen.

Twittergewitter Juli

Was für ein Monat. Schwierig, sehr schwierig. Da hilft nur noch die Bürzelbeutelmaus. Diesmal ganz ohne Katzen.

Mehr gibt’s wie immer bei Anne Schüssler, die unermüdlich alles sammelt.

Kleine Schritte

Vor einiger Zeit hatte ich einen Denkmal-Termin, bei dem außer mir lauter Männer anwesend war. Es kam auch ein Rabbi und er gab reihum allen Männern die Hand, mir nickte er nur zu. Der Rabbi ist russischen Ursprungs und sehr orthodox. Ich hatte damit gerechnet, fand es aber trotzdem nicht so toll. Mich stört es, dass eine Religion hier Unterschiede zwischen Männer und Frauen macht. Aber ein Denkmaltermin ist nicht der richtige Ort, um dies zu diskutieren.

Gestern gab es nun wieder einen Termin und am Ende gab der Rabbi allen die Hand zur Verabschiedung – auch mir. Nun war ich ehrlich verblüfft und fragte den Mann neben mir, einen ehemaligen Pfarrer: „Haben Sie das gesehen, der Rabbi hat mir die Hand gegeben“ Da meinte er nur: „Das haben wir ihm beigebracht“. Er hatte mit ihm öfters zu tun und hat mit ihm darüber gesprochen, dass bei uns ein Handschlag auch zwischen Männer und Frauen üblich ist und dass sich Frauen hier zurückgesetzt fühlen.

Ich war ehrlich begeistert. Auch dies ist ein Stück gelebte Integration. Und es wäre nicht passiert, wenn der ehemalige Pfarrer ihn nicht darauf angesprochen hätte. So eine Kleinigkeit kann manchmal einen ganzen Tag ausmachen.

Twittergewitter Juni

Wie immer spät, wie immer mit Katzen. Und wie immer werden weitere Tweets von Anne Schüssler dankenswerterweise gesammelt.

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Twittergewitter Mai

Ach ja, schon wieder Juni. Abend-Meetings-bedingt erst heute.

Wie immer gibt’s viel mehr bei Anne Schüssler, die alles dankenswerterweise sammelt.

 

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Twittergewitter April

Der April fing gut an. Am 1. April um 17 Uhr musste ich schon mit der weit über 90jährigen Nachbarin Whisky trinken. Fragen Sie nicht. Aber sonst, alles wie immer.

Und wie immer auch all die anderen Twitterlieblinge dankenswerterweise von Frau Anne gesammelt

Architektur als Solitär

Da ist – leider – sehr viel Wahres dran:

„Im modernen Bauen wird jedes Werk durch Ausgrenzung aus einer vermeintlich banalen Umgebung entworfen. Ein Gebäude, aber ebenso ein städtebauliches Ensemble, wird als Solitär konzipiert, der quasi auf einem besonderen Podest steht wie ein Kunstwerk. Das Werk ist nicht mehr Teil einer Straße oder eines Stadtviertels, sondern steht abgelöst von jedem Kontext in einer von der konkreten Stadt unabhängigen Welt. … Die Idee des Heraustrennens hat sich in der modernen Architektur (und möglicherweise in anderen Lebensbereichen ebenso) zu einem Mythos des Isolierens verdichtet.“
Andreas Feldtkeller
aus dem Buch: Die zweckentfremdete Stadt: Wider die Zerstörung des öffentlichen Raums, 1995

Ich hatte schon im Studium ein großes Unbehagen deswegen. Und das ist auch schon bald 30 Jahre her. Aber so ist eigentlich meine Liebe zum Städtebau geweckt worden, als Opposition dagegen, dass sich die Architekten als Künstler sehen, die die Umgebung ihres Kunstwerks komplett vernachlässigen – weil sie eben unwichtig ist.

Aber tatsächlich stehen Gebäude nicht in Vitrinen*, sie werden auch nicht von Museum zu Museum gegeben. Jedes Haus ist Teil der Stadt, ein lebendiger Teil der Stadt. Sie bilden eine Gemeinschaft, wie auch die Menschen idealerweise eine Stadtgemeinschaft bilden. Jedes Haus spielt eine Rolle in seiner Straße, mal mehr mal weniger aber kein Haus wird ausgeblendet.

„Das Außen der Häuser ist das Innen der Stadt.“
wusste schon Jane Jacobs. Dem ist nichts hinzuzufügen.

 

* Die Vitrinen der Architekten sind die Architekturfotos, die dann in Bauzeitschriften und in Feuilletons gehandelt werden. Aber das ist nochmal ein ganz eigenes Thema, wie sich Architektur mit dem Aufkommen der publizierten Architekturfotografie gewandelt hat.