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Schöne Sachen

Ich bin in dieses Jahr hineingestolpert. Irgendwie ging es das ganze Jahr so hektisch weiter wie es am Ende des letzten Jahres war – aus der Jahresendzeitpanik wurde eine Jahreszeitpanik. Immer noch etwas und immer zu viele Dinge im Kopf.
Kurze Auszeiten gab es sehr wohl, aber es waren immer nur kurze Momente, danach ging es immer wieder zurück ins Hamsterrad. Eine Änderung ist nicht wirklich in Sicht, das ist nun mal das Los unseres Berufes und der diversen Umstände. Aber was mir fehlte, ist der Rückblick, das Durchschnaufen und Zurückschauen. Einfach alles noch mal Revue passieren lassen, darüber nachdenken, was gerade war und es vielleicht neu einordnen. Oder einfach nur sich daran erinnern, was schön war.

Deswegen der Versuch, mir wieder Zeit für Rückblicke zu nehmen. Und was wäre da besser geeignet, auch mal zu schreiben, was schön war. Im Netz liest man es ja immer häufiger – nicht ohne Grund. Und so ist der Einstieg auch leichter.

Was war schön?

Ich freue mich noch immer über jedes Treffen mit dem Klabauter. Das ist der Vorteil einer Wochenendbeziehung, es ist immer wieder neu und schön. Man entscheidet sich jedes Wochenende aufs Neue, ich will da hin, ich will ihn sehen. Auch nach so vielen Jahren ist immer noch Vorfreude da.

Und in diesem Zusammenhang, ich freue mich immer noch am Zugfahren. Trotz allem. Es ist so eine fahrende Zeitinsel. Ich bin in einer anderen Umgebung, sehe andere Menschen, erfahre andere Dinge, kann mich zurücklehnen, Musik hören, herumlaufen, was auch immer. Eine Ruhezeit, die mich gleichzeitig noch weiter bringt, die mich ankommen lässt. Und dies trotz manch schwieriger Zugfahrten. (Neu war zweimal hintereinander das Warten in einem völlig überfüllten Zug, darauf dass noch genug Menschen bereit sind, wieder auszusteigen. Was natürlich dauert. Und ich dachte schon, ich hätte alle Verspätungsgründe schon gesammelt). Aber selbst bei so schwierigen Fahrten (oder gerade bei solchen Fahrten?) kommt man mit den unterschiedlichsten Menschen ins Gespräch. Dieses Mal mit einem Soldaten, der gerade aus dem Irak zurückgekehrt ist. Ein anderes Mal mit einem Flötisten, der mir den Unterschied zwischen der russischen und der französischen Flötenschule erklärte.

Ein perfekter Samstag im Frühjahr sieht für mich so aus: Ich radel bei schönem Wetter zum Markt, kaufe dort Spargel und zwei Schalen Erdbeeren. Bis ich wieder daheim bin, ist eine Schale schon aufgefuttert. So auch dieses Wochenende.

Und ein Sonntag, einfach nur in einem Garten verbracht, mit Eiskaffee und einem überraschend guten Buch. Mal wieder seit langem nichts berufliches gelesen sondern einfach nur ein Buch, das ich in der Bücherei mitgenommen habe, ohne große Erwartungen. Und dann fange ich an, Sätze daraus abzuschreiben. Vielleicht später mehr.

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