Ich steh an Deiner Krippe hier, 21. Tür

21. Tür

SUCHE NACH DEM KIND

Früher, ganz früher,
als ich ein Kind war,
da kamen sie oft, des nachts,
die Geister und Dämonen,
die Hexen, Kobolde und Fratzen,
sie tanzten um mein Bett und raubten mir den Schlaf.
Ich lief dann schnell ins Schlafzimmer der Eltern,
dort, wo die Geister keinen Zutritt hatten,
schlüpfte unter die Decke meiner Mutter,
und alles war gut.

Heute, da ich groß bin,
erwachsen, wie es so schön heißt,
kommen sie noch manchmal, die Dämonen,
wenn auch mit anderen Namen:
Hast, Lieblosigkeit, Neid und Hader,
Versagen, Verlust, vergebliches Mühen,
Krankheit, Armut, Krieg.
Und sie erfüllen mich mit Angst.

Ich schließe dann die Augen,
um zu mir zurück zu gehen,
bis ich langsam, immer stärker,
die Kraft spüre, die in mir ist.
Die Kraft, von meinem innren Stern beseelt,
der mir den Weg zeigt,
vorbei an diesen Geistern,
hin, zu meinem Kern und einer besseren Welt.

So ging es wohl den 3 Königen,
als sie einst dem Stern folgten
und das Kind fanden.

Es scheint mir, Weihnachten ist eine gute Zeit,
um die Augen zu schließen
und dies kraftvolle Kind in sich zu finden,
das auch noch beschützt wird,
von einer Macht,
die höher ist.

Autor unbekannt

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