Adventsblicke, 18. Tag

18. Tür

18. Tür: Engel auf den Feldern singen, stimmen an ein himmlisch Lied

Die Musik wird treffend als Sprache der Engel beschrieben.
Thomas Carlyle

Musizierende Engel gehören zu Weihnachten – und sei es bei Käthe Wohlfahrt. Auch bei meiner Mutter gehörte immer dieser Engel in den Baum, man sieht ihm an, dass er schon lange musizieren muss.

 photo margaretenstrassewinter137var.jpg

Noch länger musizieren die Engel im Kölner Dom. Diese habe ich zuerst im Domladen entdeckt und bin dann noch einmal in den Dom marschiert um sie anzuschauen. Sie sind aus dem 13. Jahrhundert, also eine relativ frühe Darstellung von einer Gruppe von musizierenden Engel. Mich faszinieren sie sehr, es fällt auf, dass sie keine Flügel tragen aber ein sehr beseeltes Lächeln haben. Sie spielen auf Instrumenten, die heute gar nicht mehr bekannt sind, auf Citolen und Fideln und Sackpfeifen.

Es gibt ein schönes Buch darüber mit einer CD, mit Musik aus der damaligen Zeit. Ich glaube, ich werde es mir jetzt kaufen.

 

 photo bildskalierenphp.jpg

Ist die Sackpfeife nicht wunderbar?

 photo bildskalierenphp2.jpg

Wobei wir die Engel immer mit Musik verbinden wie auch im oben genannten Liedtext. Doch im dazugehörigen Bibeltext ist nur die Rede vom Loben, nicht vom Singen:

Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.
Lukas 2,13

Doch wie kann man Loben ohne Musik?

Einen weiteren, sehr originellen Musiker gibt es auch im Freiburger Münster. Ja, ja, schon wieder das Freiburger Münster. Dies ist kein Engel und die Figur ist auch viel jünger. Aber schauen Sie es einfach mal an, er spielt auf einer Nasentrompete.

Und wer musiziert  in Ihrer Kirche?

***

Wir sind eingebettet in eine Harmonie,
deren zarte Klänge wir nicht immer hören,
deren Tonfolgen wir manchmal nicht wahrnehmen.
Unendlich viele Menschen in ihrer Unterschiedlichkeit
tragen bei zu dem Klang des Lebens,
zu der Sinfonie, in der wir uns alle bewegen.

Und wenn du dich wie eine Insel fühlst,
und es vielleicht auch sein willst,
dann mag dieses Gefühl
dein Beitrag zur Harmonie sein.

Vielleicht bist du verantwortlich
für die Erhaltung des heiligen Raums,
in dem Zurückgezogenheit noch einen Wert bedeutet
und sich in Stille das vorbeireiten kann,
was wichtig ist für die Welt.
So wie die Stille
Musik erst möglich macht,
so mag es sein, dass durch dich
das Leben nicht im Lärm untergeht.
Ulrich Schaffer

 

 

Advertisements

3 Antworten zu “Adventsblicke, 18. Tag

  1. Das ist Adventsmusik in meinen Ohren. Ja, die Engel scheinen ausnahmslos sehr musikalisch zu sein, der Münchner Engel Aloisius vielleicht ausgenommen… ;-)

    Dir ein himmlisch verspieltes, melodiöses Wochenende und liebe Grüsse,
    Brigitte

  2. Ich sehe schon. Das Freiburger Münster ist meine zu schließende Bildungslücke.

  3. Freiburg ist immer einen Besuch wert. Nicht nur das Münster, auch das Augustiner-Museum und natürlich einfach die Stadt. (und der Markt. und die Bächle. und das Silberbergwerk. und…)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s