Es treibt der Wind, Adventsgedanken 10

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Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen.
Aus China

Wind – gewaltige Kraft, Windkraft. Zerstörerische aber auch produktive Kraft. Es kommt auf die Stärke an – und das Wissen, diese Kraft zu nutzen. Obwohl man lange nicht wusste, warum der Wind weht – wie man ihn nutzt, dabei waren Menschen erfinderisch: Windmühlen und Segelschiffe gibt es schon sehr lange. Windmühlen zum Mahlen, zum Pumpen, ja sogar tibetanische Gebetsmühlen konnten von Windkraft angetrieben werden. Die gesamten Niederlande ständen noch heute unter Wasser ohne die Windkraft der Schöpfmühlen, die das Land trocken legten. Die Technik wurde laufend weiter verbessert, Bockwindmühle, Hollandwindmühle, modernes Windrad…

„Der Wind war in jener Zeit das Öl.“
Glen Hyman.

Der Wind bewegte die Menschen, buchstäblich. Die Entdeckung von fernen Kontinenten, große Seemächte, lukrativer Fernhandel, das ist alles undenkbar ohne Windkraft.
Segeln heute: „Die teuerste Art, unbequem zu reisen“, bei dem das Unterwegs sein wichtiger ist als das Ankommen. Segeln früher war DIE Möglichkeit, sich fortzubewegen. Wenn man bereit war, sich Wind und Wetter anzuvertrauen. Und wenn der Wind wehte. Denn bei Flaute half alles nichts – nur Geduld und noch mehr Geduld.  Geduldiges Warten.

„Plane nichts, was vom Wind abhängt. Der Wind hat seine eigenen Pläne“
Scott Huler

Und Warten ist nun wirklich das Thema der Adventszeit. Warten können mit Geduld. Die Adventszeit kann auch Kraft geben, aber nicht aus uns selbst heraus. Das ist wie selbst in die Segel pusten.

Mit dem Wind, den man selber macht, lassen sich die Segel nicht füllen.
Karl Heinrich Waggerl

Der Wind muss wehen. Wir können die Kraft nutzen, aber aus uns selbst heraus kommen wir nicht vorwärts. Was ist unsere Windkraft, woher kommt sie? Und was sind unsere Segel, die wir setzen können?

***

Abenteuer Advent – das ist warten und lauschen, ob sich irgendwas tut. Das ist suchen und sich auf den Weg machen. Das ist mitten im Dunkel den Stern sehen und ihm trauen. Das ist träumen und wünschen, hoffen und ersehnen. Das ist sich nicht zufrieden geben mit dem, was ist – das ist sich ausstrecken nach dem, was noch nicht ist, aber was sein könnte. Das ist sehnsüchtig sein nach mehr Leben und Lebendigkeit, das ist Ausschau halten nach Gott in meinem Leben. Das ist staunen können, wach sein, hellwach – und hinschauen, hinschauen auf mein Leben, auf diese Welt.
Andrea Schwarz

3 Antworten zu “Es treibt der Wind, Adventsgedanken 10

  1. Du lässt wunderbare Türen aufgehen jeden Tag, Tine!
    Mich begeistern sie alle.
    Liebe Grüsse, windgetragen,
    Brigitte

  2. Liebe Tine,
    ich kann’s natürlich nicht lassen und blogge weiter. Jetzt suche ich mir alle möglichen Blogs von ‚früher‘ wieder zusammen. Deine Türen sind ein Genuss (ich sammle die ja auch). Aber das Sahnehäubchen sind deine Gedanken und Zitate dazu. Das ist sicher viel Arbeit, aber es macht dein Blog zu einem besonderen.
    LG, (jetzt) Franka

  3. Hab ich Dich mit den Türen herlocken können .. wenn Du die bist, die ich glaube. Schön, Dich hier zu lesen und Danke

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