Alte Familienrezepte

Demnächst werde ich backen. Jetzt muss ich ja selber… Immerhin haben wir jetzt die Gutslesrezeptmappe meiner Mutter gefunden. Alles fein säuberlich notiert, was sie wann gebacken hat. (Übrigens auch für alle Einladungen. Wenn also einer wissen will, was es bei meinen Eltern 1976 beim Bürofest zum Essen gab, ich könnte es nachschauen)

Die Rezeptmappe ist eine wilde Mischung aus handschriftlich notierten Rezepten, einzelne Zeitungsausschnitte und vermutlich alle Brigitte-Plätzchen-Hefte. Einschließlich einer Vorratsliste für 2011. Damit man rechtzeitig alles parat hat.

Das wichtigste aber dabei ist das Basler-Leckerli-Rezept, das noch von meinem Bäcker-Großvater stammt.  Leider gibt es kein original handschriftliches Rezept von ihm aber ein Auch-schon-antikes Rezeptblatt meiner Mutter, das ich hier gerne zeigen möchte. Vermutlich aus den 70er Jahren.

Photobucket

 

In der Zwischenzeit wurde dieses Rezept schon mit dem Computer abgetippt aber jedes Jahr aufs Neue mit Anmerkungen versehen. Überhaupt sind auch alle Kochbücher mit Anmerkungen versehen. So wenig ich mit meiner Mutter zusammen kochen oder backen konnte, so sehr freue ich mich jetzt, ihre Anmerkungen zu lesen. „Nicht zu lange backen!“, „Vorsicht, wird schnell fest“ „Lieber weniger Zucker nehmen“, ich höre ihre Stimme.

Und wenn wir schon bei Rezepten sind, zeige ich hier noch ein altes Rezept einer auch schon verstorbenen Nenn-Tante. Das Rezept ist simpel aber einfach wunderschön geschrieben. Gibt es bei Euch auch noch schöne alte Familienrezepte?

 

Photobucket

Advertisements

5 Antworten zu “Alte Familienrezepte

  1. Ich finde das schön, und es erinnert mich sowohl an die teilweise recht wilde und zerfledderte Küchenschrank-Rezeptsammlung meiner Mutter, die an sie ein ausgesprochen ordentlicher Mensch ist, und an meine eigenen mit Fett großzügig befleckten, und mit Kugelschreiber, Blei- und Filzstift fabrizierten Anmerkungen versehenen Kochbücher.
    Liebe Grüße!

  2. Das sind wahrlich lecker-süsse Familiengeschichten in Rezeptform!
    Bei uns fehlen die, leider…

    Liebe Sonntagmorgengrüsse,
    Birgitte

  3. Ach Shelkagari, Rezeptbücher dürfen zefleddert sein, nein, die müssen sogar. Die müssen gebraucht aussehen, nur dann sind sie echt!

    Brigitte, ich bin sehr froh, dass wir noch einige Familienrezepte haben. Zum Glück wurden viele schon zur Hochzeit meiner Schwester notiert, eines Tages poste ich mal das Maultaschenrezept oder so.
    Aber dann habe ich auch noch das Rezeptbuch meines Bäckergroßvaters. Auf dem Titel: Name. Meine Rezepte. Innendrin: fängt es mit Seite 217 an. Leer. Die 216 Seiten Rezepte von ihm sind rausgerissen. Ewig schade.

  4. Ist das schön! Ich glaube, es gibt kaum eine zufriedenstellendere Art, an Menschen zu denken, als ihre Rezepte nachkochen. Wunderbar.

  5. Ja, Lakritze, man denkt zweimal an die Menschen, beim Kochen und beim Essen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s