Fast wie Zauberei

Manchmal ist es leicht, mich zu beeindrucken. Beziehungsweise manchmal lasse ich mich gerne noch beeindrucken, wohl wissend, wie es geht.

Ich war gestern in Esslingen bei der Veranstaltungsreihe „im GEspräch“ der Esslinger Zeitung mit Winfried Kretschmann. Dies war schon sowieso ein Highlight, eine Runde, in der ein Politiker einfach eine Stunde Zeit hat, auf Dinge zu antworten und auch zu allem eine überlegte Antwort hat, das allein ist schon ein Vergnügen. Beeindruckend. (Wer es nachschauen will, es gibt eine Videoaufzeichnung. Am besten die Einleitung überspringen und das süffisante Grinsen des Chef-Redakteurs ignorieren…)

Aber wirklich beeindruckt hat mich, zum Abschluss der einstündigen Veranstaltung die Esslinger Zeitung von morgen mit dem Bild von heute zu bekommen.

Natürlich weiß ich, dass das heute alles kein Problem ist. Natürlich habe ich gesehen, dass der Fotograf gleich zu Beginn Fotos geschossen hat und anschließend rausging. Aber dennoch hat es was von Zauberei. Und dieses Gefühl mag ich auch nicht verlieren. Technik nutzen ohne die Begeisterung daran zu verlieren.

 

3 Antworten zu “Fast wie Zauberei

  1. Diese Begeisterung für Technik und das Staunen vor dem Zauber, der bisweilen darin enthalten zu sein scheint, möchte ich auch nicht verlieren!
    Liebe Grüße!

  2. Grundsätzlich finde ich es schön, wenn man noch staunen und sich freuen kann.

    Und sonst – wie isser so, der Kretschmann live (oder kann man das nicht so einfach sagen?)

  3. tja, wie isser? Überlegt, humorvoll, schlagfertig. Ohne große Politikersprechblasen aber mit viel realistischem Sachverstand. Überhaupt sehr Realo so gar nicht Fundi oder menschenferner Politiker. Doch, realistisch und pragmatisch, so wirkt er auf mich.

    Von den Inhalten hat er gar nicht so viel gesagt, aber der Politikstil scheint ein komplett anderer zu sein. Nicht so sehr auf Konfrontation aus wie die meisten. Er hat noch Respekt vor dem Amt und er hat keine weiteren Ambitionen. Das macht sein Reden wohltuend anders, wenn ich mir die ganzen FDP-Bubis in der Bundespolitik anschaue, er muss nicht bei jedem Satz gleich überlegen, was sein übernächster Karriereschritt sein könnte und ob er den gefährden will. Man hört keine Sprechblasen von ihm auch wenn er jetzt nicht sehr konkret wurde.

    Im Grunde will er ja viel Kontinuität. Er steht genauso für das Hochtechnologie-Land Baden-Württemberg, nur zu anderen Zwecken. Wenn nicht wir, wer dann kann die Energiewende auch technisch umsetzen? Er will nicht alles umwerfen, er will behutsamen Wechsel, da wo es notwendig ist. Und er sieht sich als Teil eines Teams, er wirkt nicht „besoffen“ von der Macht.

    Insgesamt denke ich, dass unser Land sehr von dem Wechsel profitiert hat. Schon jetzt. Einfach die Tatsache, dass bei uns auf einmal ein Wechsel möglich ist, jederzeit, nötigt die Politiker wieder, sich um die Wähler zu kümmern, sich zu erklären, sich zu rechtfertigen. Das hat uns die letzten Jahre sehr gefehlt.

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