Schnipselbloggen 2

Fototermin am Samstag in des Klabauters Firma. Amüsant, wie man die dort arbeitenden und die Angehörigen an der Kleidung unterscheiden kann. Eine gewisse Einheitlichkeit auch bei den Kindern. Alle Mädchen tragen rosa. Alle. Ausnahmslos. Einschließlich rosa Roller, rosa Fahrrad, rosa Puppenwagen. Rosa war ja mal die Jungensfarbe, so lange ist das gar nicht her…

Rosa am Rhein

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Spaziergang in Köln am Sonntag. 10 Kilometer entlang des Rheins. Die Ausgangsidee: Lass uns doch mal zu den Kranhäusern laufen. Was als kurze Stippvisite gedacht war, führte zu einem schönen Spaziergang im uns bis dahin unbekannten Rheinauhafen-Viertel. Wir wussten ja nicht mal, wie dieses Viertel heisst. Vielfältig, angenehm zu laufen. Schön, dass die alten Hafenkräne beibehalten wurden, schön, dass doch noch einiges altes zu sehen ist. Es geht doch nichts über eine breite Promenade am Wasser. Und wenn die Wohnungen noch so exklusiv sind, die Wasserkante muss öffentlich bleiben. Das tut einer Stadt gut. Und die klare Bebauungskante, die sich nur aufweitet, wenn es alte Gebäude wie das Hafenamt zu sehen gibt, tut auch gut.

Kranhäuser

Aber die Kranhäuser selbst braucht kein Mensch.

Rheinauhafen

am Rhein

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Auf der Rückfahrt – entlang der alten Rheinstrecke – ertrage ich die Verspätungen sehr klaglos. Auf der ICE Strecke machen sie mich meist deutlich aggressiver. Durch die große Trockenheit sieht der Rhein aus wie eine Reihe Terrassen zum Reisanbau.

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Nachlese Frühlingsfest:

Stuttgarter Zeitung: „ziehen die Veranstalter eine positive Bilanz“

Stuttgarter Nachrichten Weniger Besucher beim Frühlingsfest

Ja, was denn nun? Beide reden übrigens von gleichen Zahlen. Und a propos Frühlingsfest, selten hört man so viel Quatsch wie zum Thema Tracht und Dirndl. Das ist nicht „schön und heimatverbunden“, das ist Party-Dress in Reinform. Nicht mehr und nicht weniger. Und schön ist es schon mal gar nicht, es ist einfach nur Geschäftemacherei. Es geht ums Verkaufen von Dirndln. Von mir aus, aber bitte nicht mit Heimatverbundenheit argumentieren, wenn in Stuttgart nach Münchner Vorbild beim Saufen frisch gekaufte Dirndl in aktuellen Modefarben getragen werden. Echt jetzt!

3 Antworten zu “Schnipselbloggen 2

  1. Ah, du warst in Köln. Ich mag dieses neue moderne viertel mit den alen ‚Schnipseln‘. In einem der alten Gebäude kann man die stämmigen Säulen sehen, wie in einer romansichen Kirche sieht es dort aus – einerseits. Andererseits wird dort Schnickschnack verkauft.
    Deine Meinung zu den Kranhäusern teile ich. Jedes Mal, wenn ich sie sehe – und das ist oft – frage ich mch, ob ich mich an ihren Anblick gewöhnen kann. Ich finde sie zu wuchtig. – Die alten frisch renovierten Kräne gefallen mir auch sehr gut. Schön, dass man sie gelassen hat. Es legen ja auch immer noch Schiffe dort an. Hast du mitgekriegt, dass einige unverschämte Anwohner die Schiffe zu laut finden? Erst ziehen sie dort hin und dann bechweren sie sich. Phffff.
    (Und wie man deutlich sieht, ist die Rheinseite die Schattenseite.)

    • Oh Mist, Tippfehler. Wenn du möchtest, editiere sie und lösche diesen Kommentar.
      Viertel, alten, romanischen, mich, beschweren
      *schäm*

  2. ach, macht doch nichts, kreative Rechtschreibung muss auch mal sein.

    Das mit den Anwohnern wusste ich nicht, ist ja ein Ding… aber so kommt es leider häufig so.

    Auf Dein Köln ABC bin ich übrigens gespannt, ich kenne ja echt nur die immer gleichen Stellen: Dom, Rhein, und der Weg zu den Museen. Ich freu mich drauf. –

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