Gelesen: März

Im März las ich viele Bücher parallel und manche noch nicht fertig.  Menschenscheu, wie ich geworden bin und es weiter werde, gehören die Bücher doch zu den guten Freunden.

Johannes Schweikle
Fallwind
Die Geschichte des Schneiders von Ulm, halb Roman, halb Reportage. Ein wenig unentschieden, was es nun ist, ich glaube ein Roman hätte mir noch besser gefallen. Aber ja, der Schneider von Ulm ist ein Flugpionier, kein verrückter Spinner, wie man jahrelang geglaubt hat. Und der Traum vom Fliegen? Der ist so alt wie die Menschheit…

Christina von Braun
*Stille Post
darüber habe ich hier  schon geschrieben

*My Life in France
Julia Child
Was für ein wunderbares Buch, mir hat es noch besser gefallen wie Julie and Julia. Ich mag diese Julia Child, die 1948 als gelangweilte Hausfrau nach Paris kommt und dort ihre Berufung findet. Mit welcher Inbrunst sie das französische Essen genießt, kochen lernt, Rezepte entwickelt und ihr Talent für Kochen und Lehren entwickelt. Und kochen lernen von Grund auf – zu einer Zeit, in der die meisten Frauen noch Dienstmädchen hatten und kaum Bezug zum Kochen hatten. Wie das alles nicht ohne die ständige moralische Unterstützung ihres Mannes funktionieren würde, der ja zu Beginn nicht ahnen konnte, dass ihr Kochbuch einmal ein Bestseller werden würde. Und diese Begeisterung für das Essen – das hat mich ein klein wenig an Anke Groener erinnert. So schön, dass es dies immer wieder gibt, dass jemand für das Essen buchstäblich brennt und glänzt. Da sehe ich auch über einzelne Längen im Buch gerne darüber hinweg.

Und auch wenn ich 40 Jahre später in Paris gelebt habe, ich erkenne doch einiges wieder. Auch die Amerikaner in Paris, die einfach in ihrer Begeisterung für Frankreich etwas ganz besonderes sind, habe ich doch selbst mit einer Amerikanerin zusammengewohnt.

6 Antworten zu “Gelesen: März

  1. Bücher zu Freunden zu haben finde ich ja nicht schlecht, als Bilderbuch gehöre ich dann ja fast dazu, aber bedenke bitte, das reicht nicht!
    Menschenscheu kann man sein, bis zu einem gewissen Grad, aber die meisten Ängste baut man ab durch Konfrontation. Du musst ja nicht immer mit Leuten reden, aber verschließe Dich ihnen nicht. Geh unter Leute und genieße das pralle Leben der anderen, dann wird es vielleicht zu Dir zurückkommen, denn aus einem Buch kommt es sicher nicht gekrabbelt.
    Hab einen schönen Dienstag und berichte mir, ob Du heute unter Leuten warst, Dein Bilderbuch.

  2. ich habe keine Ängste vor den Leuten, ich habe nur schlicht un einfach keine Kraft sie zu treffen, vor lauter Arbeit. Ich arbeite 12 Stunden am Tag, bin viel krank, da geht halt nicht mehr viel.

    • OK, find ich echt schade, 12 Stunden arbeiten? Selbstständig oder ausgebeutet? Ja man muss arbeiten um zu leben aber nicht leben um zu arbeiten, dann kann man nur krank werden. In den Büchern findest Du sicher Entspannung, aber garantiert nicht die lebensnotwendige Kommunikation, depressive Stimmungen sind eigentlich vorprogrammiert und verschlechtern Deine gesundheitliche Situation. Bin kein Arzt und kein Heilpraktiker, aber das Gesagte würde Dir jedes Bilderbuch unterschreiben … nimm Deine Sachensuche wieder auf und suche mir Menschen … nicht irgendwelche, sondern menschliche Menschen.

  3. klar ist es schade, aber von irgendwas muss ich leben. Ja, ich bin selbstständig. Und so wird die Realität bei den meisten Selbstständigen aussehen.

  4. OK, ist nachvollziehbar, wünsche viel Erfolg und Umsatz mit der Selbstständigkeit und hoffe Du kannst irgendwann mal Urlaub machen.

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