16. Dezember

Die Schutzengel fliegen manchmal so hoch, dass wir sie nicht mehr sehen können. Doch sie verlieren uns niemals aus den Augen.
Jean Paul Richter

16. Dezember

Die Flügel der Engel sind ja nicht nur zum Fliegen dar, sie sind ja auch der Inbegriff des Bergens und Beschützens. „birg mich im Schatten deiner Flügel.“, „unter seinen Flügeln findest du Zuflucht.“

Und wer könnte so was besser illustrieren wie Paul Klee mit seinem Bild „in Engelshut auf weiter Bahn“. Engel und Mensch werden eins, der Engel umfasst mit seinen Flügeln den Menschen und trägt und umfasst ihn. Ein tröstliches Bild.

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Meine Engel

Meine Engel brauchen keine Flügel,
um mich zu erstaunen,
keinen Glanz,
der mich erschreckt,
behutsam stellen sie mich auf die Füße,
halten mich,
bei meinen ersten Schritten in das Tageslicht,
meine Engel sind weiblich oder männlich,
sie brauchen keine Harfen,
um mich zu wecken,
keine Vollkommenheit,
die mich verwirrt,
manchmal pfeifen sie kess
oder trällern die neuesten Schlager,
sie necken übermütig meine Gespenster,
scherzen mit meinem Schatten,
meine Engel verwandeln mein dunkles Schweigen
in ein Lachen,
füttern mich mit Hoffnung,
ihre Hände trösten den geschundenen Körper,
zähmen seinen Schmerz,
meine Engel verteidigen mich,
halten Wache,
auch in dieser Nacht…

Mario Wirz

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