Das Bild vom Internet

ich mag ja griffige Beschreibungen, wenn jemand Dinge mit einem Namen nennt, der hängenbleibt. Oder wenn jemand ein Bild verwendet, dann bleibt das in Erinnerung, es ist nicht so abstrakt. Bei manchen Beispielen sagt man dann, ja klar und vergisst sie wieder. Und andere bleiben hängen. Und setzen sich fest, man kann daran immer weiterdenken.

So ein Hängenbleib-Bild war für mich in Antje Schrupps Blog (sehr lesenswert!) das Bild des Internets* als griechische Polis – das Internet als Ort der öffentlichen, gemeinsamen Meinungsbildung. Ich finde es ein sehr schönes und treffendes Bild und ich merke, wie mich dieses Bild nicht mehr loslässt. Meinung wird nicht mehr von der „öffentlichen Meinung“ diktiert, Meinung entwickelt sich im gemeinsamen Denken und Reden, jeder kann und soll seinen Teil dazu beitragen. Also nicht nur das passive Konsumieren von Informationen sondern das aktive Mitmachen, Teil der öffentlichen Meinung sein.

Und je länger ich darüber nachdenke, wieso ich blogge, wird mir klar, dass es da viele Erklärungen gibt. Oft ist es einfach nur Ventil, Ablenkung, Unterhaltung. Wieso auch nicht. Natürlich auch der Wunsch nach Anerkennung, ich freue mich, wenn jemandem meine Bilder gefallen. Aber eben auch der Wunsch, Dinge weiterzugeben, sei es schöne Dinge, die ich entdeckt habe, mit anderen zu teilen, sei es tatsächlich Gedanken mit anderen weiterzudenken. Ja, ich finde dieses Bild, das Internet als große Agora einfach gut.

*(in einem Forum, in dem ich mich früher aufgehalten habe, gab es das Bild der großen Kaffeetafel. Alle sitzen an einem Tisch, reden ein wenig durcheinander, mal geht man auf das eine Gespräch ein, mal auf das andere, mal sitzt man nur dabei und trinkt in Ruhe seinen Kaffee. Auch ein treffendes Bild)

Eine Antwort zu “Das Bild vom Internet

  1. Ja, wieder die Frage, warum man bloggt und sehr schön beantwortet. Einleuchtend, für einen selbst erhellend. Klar, nicht nur anerkannt werden, auch weitergeben wollen, teilen und sich im Dialog eine Meinung bilden. Ich habe durch Kommentare schon viel gelernt, weil ich gezwungen wurde, weiterzudenken und zu reagieren. Manches ist nettes Geplänkel, aber anderes ist so vielschichtig, dass man es nur anreißen kann. Aber wenigstens das. Kurz und gut: Bloggen ist TOLL!

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