Unterwegs nach Weihnachten, 13. Dezember

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Adventsbild, 13. Dezember

Wenn man Angst hat, sich zu verirren, muss man Mittel und Wege suchen, dies zu verhindern. Zu allen Zeiten fand man dabei Methoden. Hänsel und Gretel waren mit ihrer Methode nicht immer erfolgreich. Aber in Märchen gehört das Verirren ja auch zum Programm, Entwicklung gibt es hier nur, wenn man seine Heimat verlässt und sich im dunklen Wald verirrt. Und dort muss man sich diversen Ungeheuern oder Hexen stellen, Prüfungen ablegen oder sich Verbündete suchen.

Viel erfolgreicher wurde das Verirren von Ariadne verhindert. Mit dem Faden, den sie Theseus mitgab, war es ihm möglich, aus dem Labyrinth wieder herauszufinden. Verbundenheit war also das Mittel, nicht den Faden zu verlieren. Die äußere Verbundenheit des Fadens, aber auch die innere Verbundenheit (das Band der Liebe??)

„Wir brauchen einen Ariadnefaden, um uns im Labyrinth der Welt zurechtzufinden. Wir müssen diesen Faden selbst in die Hand nehmen und weiterspinnen, um schöpferisch unser Denken und Handeln zu bestimmen…..“ Ekkehard Martens

Wobei ja ein Labyrinth kein Irrgarten ist. Das heißt, eigentlich kann ich dort gar nicht in die Irre gehen. Aber davon später mehr…

Nicht ganz so erfolgreich auf den ersten Blick ist der Betrunkene, der seinen verlorenen Schlüssel unter der Parklaterne sucht, obwohl er ihn woanders verloren hat. Aber da ist nun mal mehr Licht. Auch der Betrunkene in einer anderen Geschichte, der von außen am Tor des Parks rüttelt und ruft, „Laßt mich raus!“ ist nur auf den ersten Blick komisch. Was ist schon außen und innen? Wer definiert das?

Denn geht man in die Irre oder wird irr, dann wird man dabei verrückt, dann ist alles, was um einen herum ist, im wahrsten Sinne des Wortes ver-rückt. Dies kann auch mal heilsam sein, alles auf den Kopf zu stellen. Nicht umsonst gab es früher Hofnarren.

2 Antworten zu “Unterwegs nach Weihnachten, 13. Dezember

  1. ggg hab mich gerade heute auf meinem berg verirrt. erst war da noch weg, dann plötzlich weide, ein gatter und der weg war weg.
    ich wusste ja, welche richtung, weil oben war der berg fertig, es konnte also nur runter gehen. trotzdem war’s seltsam. kommt davon, wenn man unten meint, man finde oben die sonne. immerhin einen schimmer blau in richtung norden.

  2. du hättest eine wasserwaage zum orientieren mitnehmen müssen. für oben und unten oder so.

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