Das Gedicht zum Wochenende

blaue Trauben, roter Wein

Herr Durst

Herr Durst ist ein gestrenger Mann,
der lässt sich gar nicht foppen;
ob’s Wetter gut ist oder schlecht,
er geht nicht ab von seinem recht,
er fordert seinen Schoppen.

Und wer ihm den nicht geben will,
den quälet er tagtäglich,
er quält in hier, er quält ihn dort,
er quälet ihn in einem fort
und quält ihn ganz unsäglich.

Da gilt kein Ansehn der Person,
nicht Stand noch Würd‘ und Ehren:
Herr Durst, der kehrt bei allen ein,
bei Reich und Arm, bei Groß und Klein
und niemand kann’s ihm wehren.

Ihn rührt kein Ernst, ihn rührt kein Spaß,
kein Pfeifen und kein Singen.
Ihr könnt ihn nicht durch Spott und Hohn,
ihr könnt ihn nicht durch Schmäh’n und Drohn
von seiner Forderung bringen.

Drum macht’s wie ich: Ich bin bereit,
sein Schöpplein ihm zu zollen.
Und lässt er mich dann nicht in Ruh‘.
trink ich ihm noch ein zweites zu,
dann hört er auf zu schmollen.

Hoffmann von Fallersleben

und noch ein Nachsatz für Herrn Skizzenblog:
Danke für das Angebot, aber wir (also ich hier im Schwabenland) wohne praktisch zwischen Trollinger, Lemberger, Schwarzriesling, Samtrot, Spätburgunder, Dornfelder und Acolon. Allerdings trinken wir den meisten Wein selbst (also die Württemberger),  das kann natürlich ein Grund sein, dass die Kunde von der Existenz unseres Rotweins nicht weit reicht. Und heisst der Ort, wo Sie herkommen nicht Riesling-City? Aber vielen Dank für das Angebot, ich werd’s mal an meine Schweizer Kollegin weiterreichen :-)

9 Antworten zu “Das Gedicht zum Wochenende

  1. Danke Dir für Deinen Besuch. So sehe ich es auch, die alten Autos vor rund 50 Jahren sahen wirklich noch individuell aus.
    Ah, ein Glas guten Rotwein, das lob‘ ich mir.
    LG KH.

  2. Was für herrliche Trauben, so prall und voll.

  3. ach je… jetzt seh ich meinen fauxpas erst und das fast schon am ende des monats… verzeihung wie konnt ichs nur wagen, ihnen wein und gesöff anzutragen.
    (der hiesige rotwein wir allerorten unterschätzt)
    liebe grüße aus rieslingsitti (wer sich das nur ausgedacht hat?!?)

  4. wie gesagt, der fauxpas ist verständlich, schließlich trinken wir unseren Wein größtenteils selbst. Obwohl – im Ruhrgebiet in den Supermärkten wird immer mehr Württemberger Wein gesichtet.

    Aber ein guter Riesling ist auch was sehr feines, finde ich. Rieslingsitti ist richtig gut, das werd ich so schnell nicht mehr vergessen. (das Stadtmarketing ist sicher ganz stolz darauf)

  5. uiuiui da sagen sie was! unbeding mal den webauftritt gestaunen, ganz großes kino…
    wir kamen vor jahren urlaubend ins hannover land und fanden dort im dorfsupermarkt na? was? niersteiner roter hang riesling, klar… muss man extra für in die weite welt fahren!

  6. na aus dem Webauftritt hab ich das doch mit dem riesling-city. bei uns hats nur mal zur großstadt zwischen hängen und reben gereicht. (oder war’s großstadt zwischen hängen und würgen?)

  7. sie meinen fassenacht-sitti?

  8. na ja, die fassenacht ist nicht so unser ding. das bisschen fasching was hier passiert. wenn überhaupt dann allemannische fastnacht.

    ausserdem hab ich falsch zitiert: großstadt zwischen wald und reben. das wars.

    haben wir heute noch einen slogan? ich glaube nicht. wir haben ein dächle. auf dem tt. und ein pferdle haben wir… und äffle und pferdle. alles im allen sind wir also sehr niedlich.

    aber der wein ist trotzdem gut. und die besenwirtschaften. (bei ihnen wohl straußwirtschaften)

  9. aaah i wois was sie moina… die straussen ham hier übrigens nu fast schon wieder zu, schad.

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