raus aus dem Sommerloch II

Es wurde gefragt, wie der Übergang vom Aalen zum Krabbeln so ging. Nun, normalerweise geht es fließend, Stück für Stück wieder zurück in die Normalität. Langsam angehen lassen, schauen was anfällt.

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Alles Theorie: Aus diversen Gründen ging es nicht fließend, sondern mit einem Ruck. Was ja auch was für sich haben kann. Wie die Frage, was ist besser, langsam aufwachen, blinzeln, sich strecken und gähnen, erstmal einen Kaffee trinken oder Wecker klingen, Mist, verschlafen!, raus aus und los.

Bei mir war dieses Mal eher der Übergang in den Urlaub nicht ganz einfach. Urlaub zuhause ist ja so eine Sache – vor allem wenn man zwei Zuhause hat und noch dazwischen hin- und herpendelt. Aber überraschenderweise hat es ganz gut geklappt.

Und seien wir ehrlich, wir haben uns die übervollen Strände gespart, die Sonnenbrände, die Animationen im Club, die Langeweile am Strand – nein, langweilig war’s bei uns nie:

Viel unterwegs, Stadtfeste, Betriebsfeste, Museen, Fotografieren. Essen gehen, selber kochen, überhaupt sehr viel selber kochen. Endlich mal gemeinsam und in Ruhe, was für ein Luxus für uns. Weintrinken, Limoncello trinken, Grappa trinken. Lesen, lesen, lesen. Spazierengehen. Fotografieren. Schnell mal eben ein Auto kaufen. Natürlich nicht schnell, in Wirklichkeit warten wir schon seit langem das Ende der Abwrackprämie ab, damit auch Nicht-Schrottauto-Besitzer wieder Autos kaufen dürfen, bzw. beim Autohändler einigermaßen ernst genommen werden. (So viel zum Thema: wie kurbele ich die Konjunktur an). Fotografieren. Ausschlafen. neue Städte entdecken. Fotografieren.

Beim Wetter hatten wir ja richtig Glück, und wenn es denn mal nicht so war, dann definierten wir: Museumswetter

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Ein wenig lag mir der wichtige Termin am ersten Tag nach den Ferien schon im Magen. Von dem hing sehr viel ab, aber manchmal spielt auch die Zeit für einen.

Überhaupt Zeit: Der späte Ferientermin war vom Wetter her gar nicht so schlecht. Es ist aber ungewohnt, wenn überall sonst alle schon auf Herbst, Schulbeginn, Saisonstart etc. gepolt sind (ah, la rentrée – wie es die Pariser nennen. D i e Saison überhaupt, aber da sind ja alle zeitgleich dabei). Aber aus dem Sommerloch heraus kann man so etwas amüsiert anschauen. Und hier hat ja noch nicht mal die Schule begonnen.

Und wenn man mal so richtig  echtes Urlaubsfeeling haben will, dann kann  man es auch im Alltag bekommen. Ich denke nur an den IKEA-Frühstücksbesuch morgens um halb 10 vor vielen Jahren. Wie Ferienkolonie nur viel besser. Oder einen Anreise-Stau, den bekommt man zur Zeit auch mitten in der Stadt.

Unser Urlaubsgefühl war diesmal nicht: weit weg von allem sondern entspannt mitten drin. Auch mal ganz schön.

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