Das Gedicht zum Wochenende

Ich denke anders.
Mir fallen die Bilder
durcheinander wie im Traum.
Immer noch lese ich meine Philosophie
aus der vollen Kaffeetasse.
Warum noch Briefe schreiben?
Wer hält ein Buchenblatt ins Licht
und geht den Rätseln nach?
Wer nächtigt hinter dem Wort?
Ich klettere die Zeit hinab,
sitze auf der Eichengabelung
im Netz aus Ästen
und spähe nach biblischen Landschaften.
Ich pfeife und pfeife meinem Echo zu.
Ja, wenn das Wort uns sichtbar
schöner machen würde:
Wir wären nicht von dieser Welt.

Jürgen Braun

2 Antworten zu “Das Gedicht zum Wochenende

  1. Warum noch Briefe schreiben?
    das kommt mir von woanders her bekannt vor…
    was ich persönlich nicht vergessen kann: einer bekannte hatte ich mal einen brief geschrieben. als wir uns wieder trafen innerhalb einer gruppe, meinte sie, ob ich denn wohl ein bisschen bekloppt wäre, in zeiten von telefon usw. noch handschriftlich, zum briefkasten bringen usw….?

  2. ich machs zwar praktisch nicht mehr, finds aber klasse, wenn jemand noch richtig briefe schreibt.
    und gegen den strom schadet in so einem fall nie…

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