Das Gedicht zum Wochenende

Nebel

Verloren
im Nebelmeer
bin ich gefangen
durch die Allee,
bedachtsam sehr.

Schweigen
rings um mich her.

Nichts
war zu vernehmen.
Nur dies
Knistern
ab und zu
auf dem Kies.
Ich wusste, das waren
meine Füsse.
Sie suchten da unten
ihren Weg,
die unsichtbaren.

Und einmal
ein leises Flüstern,
links,
nah.
Ein Ahorn
in der Ahornallee
fragte den andern:
Bist du noch da?

Joseph Guggenmos

3 Antworten zu “Das Gedicht zum Wochenende

  1. Ein wunderschönes, trauriges Gedicht. Doch es wird schon werden. Immerhin steht hier schon ein Gedicht. Übrigens: auf deine Anregung hin habe ich mir Cees Nooteboom besorgt, das Europa-Reisebuch.

  2. Wiederlesen macht Freude…
    Willkommen zurück.

  3. Oh, ich freue mich auch sehr über das schöne Lebenszeichen!

    Liebe grüsse in den Sonntagmorgen
    Brigitte

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