Das Gedicht zum Wochenende

WINTERBERICHT

Täglich wurden die Horizonte
enger. Unter frostgrauen Himmeln
vereisten die Dächer, blaue Feuer
sprühten durch das Netzwerk der Drähte,
aus entfremdeten Paradiesen
starrten die Bäume in Rauhreifblüte.

Verstummt war die Botschaft der Lüfte,
die erzenen Vögel kamen nicht mehr,
nur die Krähen wußten noch Ort und Stunde
der Flüge im Nebellicht.

Schneelos verging so das Jahr
und schemenhaft kam das neue.
Gelehrig wie eine Nebelkrähe
warf ich der Kälte mein Herz entgegen.

Christine Busta

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s