Adventsgedanken 10. Dezember

Es kommt darauf an,
was wir verlassen können.
Ob es uns gelingt auszuwandern
aus dem Haus und Hof alter Gedanken,
aus den Rezepten der Familie,
aus dem Fluss der Berechnungen,
in dem die Welt klein bleibt,
und aus der Nähe, in der wir blind geworden sind
vor zu viel Nähe.

Ich will mir ein Fremder sein,
um mir ein neuer Freund werden zu können.
Ich will mehr lächeln über das Bekannte
und mehr staunen über das Unbekannte.
Es gibt so viel zu entdecken,
wenn ich das loslasse, was ich weiß.
Die Welt ist groß, größer, am größten,
und an guten Tagen
können wir in ihr spielen
wie Kinder.

Ulrich Schaffer

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2 Antworten zu “Adventsgedanken 10. Dezember

  1. auswandern
    aus den rezepten der familie
    aus den ernsten institutionen
    aus den vertrockneten gedankengängen
    rein in die wilden, feuchten höhlen
    der damen mit hut
    oder so

  2. interessant, was du für ein bild von frauen mit hut hast…

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