Adventsgedanken 3. Dezember

Heute spricht alles von Globalisierung, die Welt ist unsere Heimat, modernes Nomadentum usw.

Man muss sich aber auch klar machen, woher der Begriff Heimat kommt, aus welcher Zeit.

Auch im Mittelalter gab es schon durchaus Globalisierung, Handelsbeziehungen in fast alle Teile der Welt waren schon immer vorhanden. Aber die große Masse war eben ortsgebunden. Heimat war der Ort, an dem man sich immer aufhielt. Und die Fremde war das Elend.

Heimatlosigkeit, Nichtsesshaftigkeit entstand oft aus der Not, die fahrenden Gesellen waren nie gut angesehen und nicht jeder von ihnen hat sich das wirklich so ausgesucht.

Heimat war ja auch Sicherheit, ein ortsübergreifendes Recht oder womöglich allgemeine Grundrechte, war ja alles nicht vorhanden.

„Heimatlosigkeit war mehr als ein rechtlicher Zustand, mehr als das bloße Fehlen eines Bürgerrechts. In ihrem Entstehungszusammenhang, in der Lebensrealität der Betroffenen und in der Wahrnehmung der bürgerlichen Gesellschaft waren Armut, Nicht-Sesshaftigkeit und Heimatlosigkeit eng miteinander verknüpft.“


Und wie leicht ist es heute, zu sagen, ich gebe meine Heimat auf, wenn ich weiß, es ist meine eigene Wahl. Da kann ich leicht offen für eine neue Heimat sein. Können wir heute noch erahnen, was es heißt, die Heimat tatsächlich zu verlieren, aus ihr vertrieben zu sein, nicht mehr zurückkehren zu können?

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