Nach dem Umzug

Nach dem Umzug heißt, nichts ist mehr vertraut. Gar nichts mehr. Der Lichtschalter ist auf der anderen Seite, statt nach der Türklinke greift man ins Nichts. Der Autopilot muss ausgeschaltet werden. Nachts blind durch die Wohnung tappen, allen Stolperfallen instinktiv ausweichen – im Moment nicht möglich. Der Blick aus dem Fenster ist anders, die Geräusche in der Wohnung.

Und erst die Sucherei…

Umziehen und vor allem Wiedereinräumen im Fieberdelirium hat den Vorteil, man erinnert sich hinterher gar nicht mehr so genau an die Plackerei. Man erinnert sich aber auch sonst an nix, wo um Himmelswillen ist nur der Briefkastenschlüssel geblieben? (wohl dem, der eine so liebe Briefträgerin hat, die einem die Post persönlich in die Hand drückt, bis der Schlüssel wieder auftaucht)

Und wohl dem, der so gute Freunde hat, die extra aus der Schweiz anreisen und helfen. Merci vielmal! (ich hoffe, sie kommen nochmal so. zu einem weiteren Umzug kommen sie sicher nicht mehr, könnte ich gut verstehen …)

Umziehen heißt aber auch, alles noch mal neu entdecken dürfen, neue Lieblingsplätze suchen, neue Sitzordnung (irgendwie sitzt man ja doch immer wieder an den gleichen Stellen), neue Farben, neue Stimmungen, alles auf Anfang.

Und das bleibt spannend.

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