Spießiges…

Bei jeder Mittelalterführung bleiben einem ein paar Redewendungen in Erinnerung. Diesmal ging’s ja um Burgen, Stadtmauer und Stadttore.

Die Tore wurden ja jeden Abend geschlossen (übrigens in Esslingen noch bis 1835, erst als das Torschlussgeld von Württemberg abgeschafft wurde, lohnte es sich nicht mehr) Und wer sich einer Stadt zu spät abends näherte, bekam Angst, dass die Tore schon bald zumachten – er hatte Torschlusspanik.

Die Stadtverteidigung war ja eine gemeinsame Aufgabe aller Bürger, jeder Bürger hatte „Wams und Wehr“ zu besitzen und am jährlichen Schwörtag vorzuweisen. Auch eine Heiratserlaubnis gab es nur, wenn man Wams und Wehr vorweisen konnte.

Waffen waren teuer und so verteidigten die einfachen Bürger die Stadt mit einfachen Waffen – mit Spießen. So wurde aus dem tapferen Spießbürger der gewöhnliche Spießbürger und über die Jahre der Spießer als Inbegriff der Engstirnigkeit.

3 Antworten zu “Spießiges…

  1. Danke für diese Einsichten, die ich gar nicht spiessig finde…

  2. Danke fürs verlinken.
    Torschlusspanik- schön, da muss ich auch mal drüber schreiben.
    Lg, papilias

  3. die spiessbürger heissen bei uns bekanntlich „füdlibürger“. man hat da wahrscheinlich dem feind erstmal den hintern gezeigt….

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