Doppelblog's Weblog

Mit den Tags ‘fußball’ versehene Einträge

hey Jungs …

8. Juli 2008 · 1 Kommentar

jetzt ist die Euro aber rum!
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Kategorien: fundstücke
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Das Gedicht nach dem Sonntag

30. Juni 2008 · Kommentar schreiben

Melancholische Zusammenfassung
der Lebenserfahrungen eines Altfußballers (55)

Das nächste Spiel ist immer das schwerste: oh nein,
das schwerste ist, wenn es kein Spiel gibt. Es gibt kein Spiel.
und es dauert doch 90 Minuten.
Es gibt keinen Ball, der ist aber rund.
Kein Platz mehr, trotzdem liegt die Wahrheit dort.
Ja, so sieht das aus.
Und nach dem Spiel ist nach dem Spiel

Péter Esterházy

Kategorien: bibliothek
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Schön war’s

30. Juni 2008 · Kommentar schreiben

Und kaum war ds Finale aus, gab’s bei uns ein tolles Feuerwerk. Und eine sehr ruhige Nacht, ich hab gut geschlafen!!

Schön war’s und schön, dass es jetzt rum ist!

Glückwunsch den Spaniern, sie haben verdient gewonnen!

Kategorien: erlebtes
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Das Gedicht zum heutigen Sonntag Nr. 5

29. Juni 2008 · 2 Kommentare

Grün ist die Hoffnung

Gebet

Oh Kahn geh nicht unter!
Oh Ballack bleib rund!
Kuranyi! Sei munter!
Oh Klose bleib gsund!

Oh Becken werd Bauer!
Oh Klins sein ein Mann!
Seid lustig nicht sauer
und tut was ihr kann!

Urs Widmer
Beitrag anlässlich der Plakataktion ‘Literaturhaus bringt Poesie in die Stadt’ 2005

Kategorien: bibliothek
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Das Gedicht zum heutigen Sonntag Nr. 4

29. Juni 2008 · 1 Kommentar

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

jedes Tor will toren gehen
jedes spiel sein ende sehen
schaumermal pflatscht längst dahin
netzer bleibt der hauptgewinn
weht das haar dellt der ball
kommt es schon. das nächste mal

Ulrike Draesner
Beitrag anlässlich der Plakataktion ‘Literaturhaus bringt Poesie in die Stadt’ 2005

bald geht's lohos...

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Das Gedicht zum heutigen Sonntag Nr. 3

29. Juni 2008 · Kommentar schreiben

Geballte Sehnsucht

Es sehnt sich ewig jeder Ball ins Weite
und möchte vorwärts immer vorwärts streben
von Fuß zu Fuß und nicht am Rasen kleben
nicht an die Hand und nicht hinaus zur Seite

sich schlagen lassen; vielmehr schnell und leicht
vom Mittelfeld mit spanngenauen Flanken
mit Fallrückziehern und gefälschten Pässen zur
Steilvorlage in den Strafraum ranken. Dort reicht

dem Balle sich entgegen nun der Fuß
der ihn verwandelt in die reine Lust. Der Ball
erbebt, stößt vor, zerreißt die Luft. Ein Schuß!

so von Linksaußen auf den rechten Fleck.
Es sehnt sich ewig jeder Ball ins Tor
und auch der Kahnste muß mitunter passen.

Ulla Hahn,
aus: Die Zeit, Nr. 27/2005

Biergartenwetter

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Fußballsplitter II

29. Juni 2008 · Kommentar schreiben

Man ist schon so auf Fußball gepolt:
Gestern großes Hupkonzert – nein, es war eine Hochzeit.
Die Nachbarn hängen große farbige Badetücher zum Trocknen auf den Balkon – erster Gedanke: Was ist das denn für eine Flagge?

***

Ich glaube, ich weiß jetzt die Taktik der Radiostationen: Sie spielen so oft alle Fußballsongs, bis sich auch der allerletzte darauf freut, dass es bald rum ist…

***

Wie ich bei Riina schon sagte:
Auf der einen Seite frag ich mich immer, weshalb wegen so einem blöden Ball alle verrückt spielen.
Auf der anderen Seite fasziniert es mich, wie sehr eben dieser kleine blöde Ball die Mengen verzaubert, die Leute verbindet – und jede Menge Partystimmung zaubert….

Und so fieber ich also auch mit…

Kategorien: alltägliches
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Das Gedicht zum heutigen Sonntag Nr. 2

29. Juni 2008 · Kommentar schreiben

Ein Spiel dauert 90
Minuten. Und wie lange
dauern 90 Minuten? Wie
lange dauern sie ohne
Gesellschaft? Und wer
erträgt sie?

Ilse Aichinger
Beitrag anlässlich der Plakataktion ‘Literaturhaus bringt Poesie in die Stadt’ 2005

Letzte Einkäufe...
Letzte Einkäufe …

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Das Gedicht zum heutigen Sonntag, Nr. 1

29. Juni 2008 · Kommentar schreiben

Fußballwahn?

Fussball

(nebst Abart und Ausartung)

Der Fußballwahn ist eine Krank-
Heit, aber selten, Gott sei Dank.
Ich kenne wen, der litt akut
An Fußballwahn und Fußballwut.
Sowie er einen Gegenstand
In Kugelform und ähnlich fand,
So trat er zu und stieß mit Kraft
Ihn in die bunte Nachbarschaft.
Ob es ein Schwalbennest, ein Tiegel,
Ein Käse, Globus oder Igel,
Ein Krug, ein Schmuckwerk am Altar,
Ein Kegelball, ein Kissen war,
Und wem der Gegenstand gehörte,
Das war etwas, was ihn nicht störte.
Bald trieb er eine Schweineblase,
Bald steife Hüte durch die Straße.
Dann wieder mit geübtem Schwung
Stieß er den Fuß in Pferdedung.
Mit Schwamm und Seife trieb er Sport.
Die Lampenkuppel brach sofort.
Das Nachtgeschirr flog zielbewußt
Der Tante Berta an die Brust.
Kein Abwehrmittel wollte nützen,
Nicht Stacheldraht in Stiefelspitzen,
Noch Puffer außen angebracht.
Er siegte immer, 0 zu 8.
Und übte weiter frisch, fromm, frei
Mit Totenkopf und Straußenei.
Erschreckt durch seine wilden Stöße,
Gab man ihm nie Kartoffelklöße.
Selbst vor dem Podex und den Brüsten
Der Frau ergriff ihn ein Gelüsten,
Was er jedoch als Mann von Stand,
Aus Höflichkeit meist überwand.
Dagegen gab ein Schwartenmagen
Dem Fleischer Anlaß zum Verklagen.
Was beim Gemüsemarkt geschah,
Kommt einer Schlacht bei Leipzig nah.
Da schwirrten Äpfel, Apfelsinen
Durch Publikum wie wilde Bienen.
Da sah man Blutorangen, Zwetschen
An blassen Wangen sich zerquetschen.
Das Eigelb überzog die Leiber,
Ein Fischkorb platzte zwischen Weiber.
Kartoffeln spritzten und Citronen.
Man duckte sich vor den Melonen.
Dem Krautkopf folgten Kürbisschüsse.
Dann donnerten die Kokosnüsse.
Genug! Als alles dies getan,
Griff unser Held zum Größenwahn.
Schon schäkernd mit der U-Bootsmine
Besann er sich auf die Lawine.
Doch als pompöser Fußballstößer
Fand er die Erde noch viel größer.
Er rang mit mancherlei Problemen.
Zunächst: Wie soll man Anlauf nehmen?
Dann schiffte er von dem Balkon
Sich ein in einem Luftballon.
Und blieb von da an in der Luft,
Verschollen. Hat sich selbst verpufft. -
Ich warne euch, ihr Brüder Jahns,
Vor dem Gebrauch des Fußballwahns!

Joachim Ringelnatz

Kategorien: bibliothek
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Fußballsplitter

27. Juni 2008 · Kommentar schreiben

Mir gefällt es ja sehr, wie diesmal gemeinsam gefeiert wird. Deutsche und Türken, Russen und Spanier, Russen und Deutsche… echt schön, dass hier das Gemeinsame im Vordergrund steht. Auch die vielen Autos, die gleich mehrere Fähnchen haben.

Nationalstolz ist halt nur gut, soweit er nicht andere ausschließt.

***

Es gibt doch immer wieder was Neues. Zum Beispiel mit den Eltern zusammen das Halbfinale beim Public Viewing (man sagt jetzt Rudel-Gucken, hab ich gelernt…) anzuschauen. Meine Mutter fähnchenschwingend auf dem Platz sitzen zu sehen – das alleine war es schon wert.

***
Auch dieses Mal werden wieder Aufkleber gesichtet: „Mir sin die wo gwinne welle“ Jogis Jungs – Anhören!

***

Bildzeitung ist zwar blöd, hat aber ab und zu schöne Schlagzeilen:

„Jübel, Trübel Hüpkonzert“ (die Türken nach dem Viertelfinale) hat mir gefallen…

Kategorien: alltägliches
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