und irgendwie passend zum vorigen Eintrag:
Die weissen Geister, von Miriam Meckel.
Mit den Tags ‘Bücher’ versehene Einträge
Weisse Geister
20. Oktober 2009 · 5 Kommentare
Kategorien: fundstücke
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Eine exklusive Liebe
24. Juli 2009 · 3 Kommentare
Ich hatte von diesem Buch gehört und ich wusste auch, worum es geht: Ein altes ungarisch-jüdisches Ehepaar nimmt sich zusammen das Leben, weil er krank ist und sie nicht ohne ihn leben will. Erzählt von der eigenen Enkeltochter, die sich auf Spurensuche machte. Aber lesen wollte ich es eigentlich nicht. Schon der Gedanke daran, dass ich am Ende schluchzend das Buch zusammenklappe bei diesem Thema, wo sich Kitsch und Klischees nicht vermeiden lassen, zumal Klischees, die wie für mich geschrieben wurden – hach, zusammen alt werden, Hand in Hand sterben, hach. Nein, so ein Buch, lieber nicht lesen.
Nun habe ich es aber von Leasa geschenkt bekommen (liest Du hier noch mit?) und natürlich habe ich es doch gelesen. Es ist ein wunderbares Buch. Gar nicht kitschig. Es bleibt an der Oberfläche, die Geschichte der Großeltern wird nur bruchstückhaft erzählt. Vieles bleibt für immer offen. Wie der Großvater das KZ überlebt hat – keiner weiß es und er sprach auch nicht darüber. Aber es scheint zu den Großeltern zu passen, es ist kein schweres Buch, es ist manchmal lakonisch, manchmal wird nur angedeutet. Es bleiben Lücken, solche Lücken werden oft in Geschichten aus der Erfindung heraus gefüllt. Man denkt sich eine ganz eigene Person aus. Bei den eigenen Großeltern wollte die Autorin es vielleicht auch gar nicht machen und dies ist gut so. Dennoch zeigt sie einen Blick hinter die Fassade der Großeltern, zeigt, dass das Bild, das sie nach außen darstellten vielleicht nur eine Inszenierung war, nur eine Facette. Ein anderer Blick auf die Großmutter deutet sich an.
Und es spricht nicht nur von den Großeltern sondern auch von deren Enkeltochter, die Spurensuche der Familiengeschichte wird auch zu ihrer eigenen.
Ein sehr schönes Buch, das schnell gelesen ist und doch noch lange nachhallt. Und hinterher versteht man auch den Titel. Exklusive Liebe heißt eben nicht eine außergewöhnliche Liebe, es ist eine Liebe, die andere aus ihrem gemeinsamen Leben ausschließt.
Eine exklusive Liebe von Johanna Adorján
Kategorien: bibliothek
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Lesen.
30. November 2008 · Kommentar schreiben
Endlich kann auch ich als Nichtfernsehgucker wieder Elke Heidenreich sehen.
Lesen geht weiter, diesmal im Internet. Ich freu mich. Und ich kann in Ruhe anschauen, rund um die Uhr, mal zurückspulen, direkt die angesprochenen Bücher recherchieren. Passt.
Kategorien: alltägliches
Mit Tag(s) versehen: Bücher, Heidenreich, lesen
Das Gedicht zum Wochenende
27. September 2008 · Kommentar schreiben
Blätter, fliegende Blätter
Die Bücher bleiben zurück, wenn ich fortgeh von hier, ein Vogel
die Bücher, schwierig, beim Umziehn,
Briefe, die ohne Anschrift, und reißend der Wind,
Blätter des einmal gelesenen Buches, Blätter, fliegende Blätter.
Paavo Haavikko
übers. aus d. Finnischen v. M. P. Hein
Aus: Zeilenweise, Gedichte über die vielen Seiten eines Buches, Daedalus
Kategorien: bibliothek
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Das Gedicht zum Wochenende
19. September 2008 · 2 Kommentare
Die vielen Bücher
und ist ein langes Wort,
sagt Danton.
Da warteten sie
Diese vielen Bücher, denke ich.
Heine und Benn
und Brecht.
Die vielen zuvor.
Die vielen danach.
Verweilen, Lieben,
Vergessen.
Und das Leben,
sagt Danton.
Da musste er sterben.
Ich sehe die weite Landschaft und
das die Wärme
und Kälte umfassende Haus.
Elisabeth Borchers
aus: zeilenweise, Hiltrud Herbst, Hermann Wallmann
Kategorien: bibliothek
Mit Tag(s) versehen: Bücher, gedicht
Lesewochenende
19. Mai 2008 · Kommentar schreiben
Langes Lesewochenende – diesmal waren Biografien dran. Den Wilhelm Busch (Eva Weissweiler, Der lachende Pessimist) habe ich beendet. Was für ein zerrissenes Leben, wie unglücklich war dieser Mann, und gespalten zwischen der „echten“ Malerei und seinen Bildergeschichten. Und doch war er der Vorreiter aller Comic-Zeichner. Ohne Max und Moritz, ohne seine wahrscheinlich genialsten Zeichnungen des Virtuosen (hier kommen die Bilder in Bewegung, anschauen!!) wäre die Weiterentwicklung zum Comic undenkbar.
Was wäre aus ihm geworden, wenn er heute zeichnen würde? Ein geniales Duo mit Walt Disney?
Mit dem Klabauter über Sinn und Unsinn von Biografien diskutiert. Schwächt es den Eindruck der Bildergeschichten von Busch, wenn ich um seine Zerissenheit, seinen Sadismus, seine politische Gedankenlosigkeit weiß? Oder bin ich noch mehr davon fasziniert, wie er seinen Weg gefunden hat?
Weiter geht’s mit Marlen Haushofer (Wahrscheinlich bin ich verrückt, Daniela Strigl) , deren Bücher ich schon sehr früh gefunden habe. Aber auch sie wird nicht viel glücklicher im Leben gewesen sein …
Kategorien: alltägliches
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Strömungen
15. Juni 2007 · Kommentar schreiben
über Benjamin Franklin :
“Es heißt zwar, man solle sich hüten vor der trügerischen Logik von Allegorien und der scheinbaren Poesie des Echos. Aber … Wenn ein Botschafter sich so für die Meeresströmungen interessiert, dann ist das doch nicht das Menuett vom Diplomatenparkett, das wir kennen! Und dass dieser Atlantik-Vermesser der gleiche ist, der den Blitzableiter erfand, muss uns doch lehren, wie eng Himmel und Meer miteinander vertraut sind. Wenn man den Himmel nicht kennt, wird man das Meer nie begreifen.“
Lob des Golfstroms , Erik Orsenna
Ein wunderbares Buch. Kein wissenschaftliches Buch, eher eine Sammlung von Assoziationen und Spurensuchen zum Thema Golfstrom. Man nähert sich dem Golfstrom von vielen Seiten, geht mit Orsenna auf Entdeckungsreise, erfährt allerlei und läßt sich von der Gedankenströmung Orsennas treiben …
Kategorien: fundstücke
Mit Tag(s) versehen: Bücher, golfstrom
Bücher, Bücher
3. Mai 2007 · Kommentar schreiben
Kategorien: bilder · fundstücke · glückliches
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