Ich denke anders.
Mir fallen die Bilder
durcheinander wie im Traum.
Immer noch lese ich meine Philosophie
aus der vollen Kaffeetasse.
Warum noch Briefe schreiben?
Wer hält ein Buchenblatt ins Licht
und geht den Rätseln nach?
Wer nächtigt hinter dem Wort?
Ich klettere die Zeit hinab,
sitze auf der Eichengabelung
im Netz aus Ästen
und spähe nach biblischen Landschaften.
Ich pfeife und pfeife meinem Echo zu.
Ja, wenn das Wort uns sichtbar
schöner machen würde:
Wir wären nicht von dieser Welt.
Jürgen Braun



