Doppelblog's Weblog

Einsamkeit II

8. Juli 2009 · 1 Kommentar

der tisch

er ist alt,
aber er erinnert sich an nichts.
wir sind seine seele,
die er überleben wird.
wir denken an das gelächter
kommender generationen,
das ihm gleichgültig ist.
wir denken an die einsamkeit,
die er nicht fühlt,
wenn er allein ist nachts
mit dem ticken der uhr,
einem weissbrotrest,
einem halbleeren glas.

rainer malkowski, ein tag für impressionisten

Kategorien: bibliothek

1 Antwort bis hierher ↓

  • Quer // 9. Juli 2009 um 5:04 | Antworten

    Einfach schön, das Malkowski-Gedicht!

    Und so eigenartig, dass wir Menschen die Dinge immer beseelen möchten…

    Gruss, Brigitte

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