Am Rande
Manchmal auf einer Schwelle sitzen,
ausruhn vom Gehn, das nicht ankommt,
die Tür hinter dir und nicht klopfen.
Alle Geräusche wahrnehmen
und keines verursachen.
Das Leben, das dich nicht annimmt, erhören:
im Haus, auf der Straße,
das Herz der Maus und des Motors,
die Stimmen von Luft und Wasser,
die Schritte der Menschen, der Sterne,
das Seufzen vor Erd´ und Stein.
Manchmal setzt sich das Licht zu dir
und manchmal der Schatten,
treue Geschwister.
Staub will nisten auf dir
und unbetretbarer Schnee.
Langsam unter der Zunge
wärmt sich dein letztes Wort.
Christine Busta
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„Im Umgang mit Menschen anderer Überzeugung
will ich nicht die Mauern suchen
sondern die Türen,
durch die ich hindurchgehen kann
und den anderen besuchen.“
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Am Rande des Stuttgarter Weihnachtsmarktes dürfen überall Kinder Weihnachtslieder spielen. Meist klingt es eher, als ob sie hier öffentliche Übungsstunden veranstalten – nur dass der helfende Lehrer fehlt.
Gestern abend kam ich am Schillerplatz vorbei, natürlich in der üblichen Hektik, verärgert, dass mir ein Laden die Türe vor der Nase zugemacht hatte.
Und da, im Torbogen zwischen Schillerplatz und Schlossplatz sangen 6 oder 7 kleine Jungen Weihnachtslieder – es klang tatsächlich himmlisch. Ein kleiner Moment, in dem man tatsächlich den Frieden und die Besinnlichkeit der Weihnachtszeit spüren konnte – gerade weil es so überraschend kam.
Kategorien: glückliches
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